Atmosphäre des Friedens

Das asiatische Zentrum bietet Hilfe und Informationen für einsame ältere Asiaten. Einige Besucher haben entdeckt, dass Jesus die Quelle der friedlichen Atmosphäre im Zentrum ist.

Das asiatische Zentrum bietet Hilfe und Informationen für einsame ältere Asiaten. Einige Besucher haben entdeckt, dass Jesus die Quelle der friedlichen Atmosphäre im Zentrum ist.

Im Asiatischen Zentrum (AC) herrscht ein warmes Stimmengewirr und ein nicht enden wollender Strom von Tee und Kuchen. Indische Teppiche und Wandbehänge verleihen dem Zentrum, das früher ein Möbelgeschäft war, eine warme und gemütliche Atmosphäre. Für die älteren asiatischen Männer und Frauen, die einmal in der Woche kommen, um sich im britischen Leben zurechtzufinden, ist es eine Atmosphäre des Friedens. Einige von ihnen haben die Quelle dieses Friedens, Jesus, für sich entdeckt.

OM-Mitarbeiter Henry* erklärt, dass das AC eine ganz besondere Nische besetzt. Es bietet nicht nur bei rechtlichen Anliegen Hilfe sondern hilft aber auch verletzlichen und einsamen Menschen, die nicht genug Englisch sprechen und keine Computerkenntnisse haben, sich in Schlüsselbereichen wie Sozialhilfe, gemeinnützige Einrichtungen, Gesundheitssystem und Mietrecht zurechtzufinden.

Gottes Fürsorge leben

Zwei Jahrzehnte großherzigen und kompetenten Dienstes haben dem AC in dieser mehrheitlich muslimischen Gegend großen Respekt eingebracht. Das ist besonders Henrys ehrenamtlichem Kollegen Javed* zu verdanken, der aus Pakistan kommt und früher selbst Muslim war.

„Er hat das Herz eines Evangelisten, er hat all die Jahre hier gelebt und den hiesigen Menschen gedient, er kennt alle und alles und spricht ihre Sprachen. Er ist einfach tief verwurzelt“, berichtet Henry, der seit zwei Jahren bei OM ist und das Projekt im Management und in der Administration unterstützt.

Henry hat einen großen Teil seines Berufslebens im Globalen Süden verbracht, wo er verschiedene kulturelle Bräuche und Werte verinnerlicht hat. Trotzdem kann das Überqueren kultureller und sprachlicher Grenzen oft anstrengend sein. Aber er liebt es, tief in das Leben der Menschen einzutauchen. Mit Leidenschaft in der Stimme fährt er fort: „Jesus nahm tiefen Anteil am Leben jedes einzelnen Menschen, und wir versuchen einfach, ihm zu folgen. Deshalb nenne ich das gerne ‚Mensch gewordenen Dienst‘“.

Zerrüttete Familienverhältnisse

Gerne erzählt Henry von seinem Freund Abdul*, der zum Mittagessen und anschließend zum Bibelstudium kommt. „Das ist der Höhepunkt meiner Woche“, sagt Henry.

Abdul ist typisch für viele, die ins AC kommen. Er ist Mitte sechzig. Seine Ehe ist gescheitert, seine Kinder sind auf der Seite seiner Frau. Das stereotype Bild der ‚eng verbundenen asiatischen Familie‘ funktionierte bei ihm einfach nicht mehr. Er lebt allein in einer Mietwohnung und kämpft mit chronischen Krankheiten.

Eines Tages erhielt er einen Brief vom Versorgungsamt, in dem er aufgefordert wurde, ausstehende Beträge für nicht verbrauchten Brennstoff zu bezahlen oder eine Geldstrafe zu zahlen. Abduls Englisch ist begrenzt und mit seinem Smartphone kann er nicht viel anfangen – also beklagte er sich bei seinem Freund Hasan*, der auch geschieden und allein ist.

Von der Moschee empfohlen

Hasan erzählte Abdul von den Problemen, die er selbst fünf Jahre zuvor hatte, als ihm die Abschiebung drohte. Sein Imam hatte ihm geraten, zum AC zu gehen, wo die Christen ihm den nötigen Rat gaben. Hasan ermutigte Abdul, einfach zum Zentrum zu gehen, ohne einen Termin zu vereinbaren.

Im AC angekommen, hörte Javed Abdul zwei Stunden lang zu, wie er seine Lebensgeschichte erzählte. Dann übersetzte er den Brief des AC in Urdu, damit Abdul selbst entscheiden konnte, was er tun wollte. Seit zwei Jahren kommt Abdul fast jede Woche. Das Leben ist immer noch hart für ihn, aber er hat Jesus kennen gelernt.

Henry erinnert sich an den Tag, als Abdul zu ihm kam und ihm von einer sehr schwierigen Situation erzählte und Henry und Javed ihn baten, für ihn zu beten. Sie luden Abdul ein, selbst zu beten. „Es war, als ob er direkt in das Reich Gottes hineingegangen wäre, und seitdem folgt er Jesus nach“, freut sich Henry.

Echte geistliche Nahrung

Abdul kommt zur Mittagszeit, nur um da zu sein. Die Gespräche verstummen, während der Freiwillige Bilal* ein Gebet auf Urdu spricht und ein Dutzend pakistanische Lamm-Kebabs und Salate von hungrigen Freiwilligen und Besuchern vertilgt werden.

Nach dem Essen nehmen die Gespräche wieder zu. Auf der anderen Seite des Raumes versucht ein anderer Freiwilliger, John*, die Grundsteuer von Sudpita (wieder einmal) in Ordnung zu bringen. In der kleinen Küche hört Javed dem kürzlich verwitweten Ahmad* zu, der über seinen Schmerz spricht. Um Henrys Schreibtisch sitzen Abdul, Abbas* und Ibrahim* und beobachten, wie Henry seine Bibel aufschlägt, um die Begegnung Jesu mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Emmaus zu erklären. Bilal übersetzt in Urdu, der gemeinsamen Sprache der Gruppe. Dann betet jeder in seiner Herzenssprache: Urdu, Gujarati, Bengali, Englisch.

Nach noch mehr Tee, Kuchen und einem Gespräch mit Kevin*, einem der anderen Ehrenamtlichen, schlendert Abdul davon. Doch am Samstagnachmittag kommt er wieder, um sich mit einem Dutzend anderer zum monatlichen Urdu-Treffen zu treffen, um gemeinsam zu beten, Gemeinschaft zu haben und zu essen.

Pläne für die Zukunft

„Ich habe gesehen, wie Gott für das AC sorgt: praktisch, finanziell und geistlich“, sagt Henry. „Und er hat meine juristischen und administrativen Fähigkeiten genutzt, um uns als wohltätige Organisation eintragen zu lassen! Jetzt können wir auf einer besseren finanziellen Basis weitermachen, und wir beten für mehr Freiwillige aus den örtlichen Gemeinden, damit wir wieder Englischunterricht anbieten und vielleicht einen Hausaufgabenclub gründen können. Ich verstehe, dass manche Leute den ,Südasiatischen Dienst' mit Vorsicht betrachten”, schließt er, „aber wenn sie hierher kämen und sich mit Menschen wie Abdul anfreunden würden, würden sie sehen, dass es darum geht, sie in das Reich Gottes zu führen.

Betet mit uns für die nötigen finanziellen Mittel und ehrenamtlichen Mitarbeiter, um das Zentrum am Laufen zu halten. Bete für starke Beziehungen zu den örtlichen Gemeinden und für die bleibende Gegenwart Jesu.

*Name geändert

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